On Tour | Doris Diner

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Ich bin in Greifswald geboren und aufgewachsen – ein Grund, warum ich vieles in meiner Umgebung wahrscheinlich „als selbstverständlich“ ansehe. Unsere Kirchen, die Klosterruine, unseren wunderbaren Museumshafen. So auch „Doris Diner“ in Wackerow. Ich bin viele Mal bereits an den ausgebrannten Waggons vorbei gefahren, aber nun habe ich mir das ganze zum ersten Mal in meinem Leben genauer angesehen: Die Waggons erinnern an eine Szene aus „The Walking Dead“. Als würde gleich ein Stöhnen aus dem Inneren kommen und den Anfang vom Ende ankünden. Doch alte Bilder im Internet zeigen, dass „Doris Diner“ seinerzeit wohl wahnsinnig toll und einladend gewesen sein muss. Gern hätte ich auf diesen runden Hockern an der Bar gesessen und mit meinen Freunden ein Bier getrunken, im Hintergrund Live-Musik. In einer Atmosphäre, die damals ihresgleichen gesucht hat. Doch heute ist davon nichts mehr zu spüren. Graffitis zieren die Waggonwände, alle Türen sind abgesperrt, Fenster teilweise eingeschlagen. Für den Moment natürlich ein spannendes Motiv, auch wenn ich mir im gleichem Atemzug etwas anderes wünschen würde.

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